Den Freihandel sichern

Im Arbeitskreis 1 der VDMA-Mitgliederversammlung am 10. und 11. November 2016 in Berlin dreht sich alles um die Frage, wie Maschinenbau und Politik den Freihandel sichern können.

Verschiedene Studien etwa vom ifo-Institut belegen, dass Freihandelsabkommen erhebliche wirtschaftliche Vorteile für die Mitgliedsländer bedeuten. Besonders für den mittelständischen deutschen Maschinen- und Anlagenbau ist der freie Zugang zum Weltmarkt ein Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit. Unternehmen und Politik sollten sich gleichermaßen dafür einsetzen, dass der Freihandel weltweit möglich ist. Dabei ist die Politik gefordert, die entsprechenden Rahmenbedingungen für einen freien Warenaustausch zu schaffen. Als exportstarke Nation muss sich Deutschland deshalb auf allen Ebenen für eine weitreichende Liberalisierung einsetzen.

Strategie der EU-Kommission

Auf der Mitgliederversammlung 2016 treffen sich im Arbeitskreis I „Freihandel sichern – was können Politik und Maschinenbau tun?“ Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft. Ein Vertreter der Europäischen Union, der für die Handelspolitik zuständig ist, wird die neue handelspolitische Strategie der EU-Kommission vorstellen. Zudem werden Unternehmensvertreter mit Repräsentanten der europäischen Politik darüber diskutieren, wie Freihandel auch künftig gesichert werden kann. Publikumsbefragungen sollen ein aktuelles Stimmungsbild der Teilnehmer aufzeigen.

Bilaterale Abkommen im Fokus

Die Europäische Union will ihr Netz der bilateralen Vereinbarungen mit wichtigen Partnerländern weiter spannen. Die Gespräche mit dem Mercosur, dem gemeinsamen Markt Südamerikas, und Indien sollen im zweiten Halbjahr wieder aufgenommen werden. Außerdem sollen Initiativen mit Neuseeland und weiteren Ländern in Kürze starten.

Allerdings haben die Diskussionen über das Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) mit Kanada und die Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) gezeigt, dass die Politik gefordert ist, die Konsequenzen des Freihandels detailliert aufzuzeigen und in einem offenen Dialog zu kommunizieren.

Strategieanpassung notwendig

Prof. Dr. Gabriel Felbermayr vom ifo-Institut in München wird anhand der zukünftigen Entwicklung im weltweiten Handel maßgebliche Herausforderungen für die Investitionsgüterindustrie in Deutschland aufzeigen. Die Unternehmen werden gefordert sein, ihre Strategien an das sich permanent ändernde Marktumfeld anzupassen, um langfristig erfolgreich zu bleiben.

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Ulrich Ackermann
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