VDMA: Maschinenbau sieht Chancen im Freihandel mit Mexiko

Am 13. und 14. Juni fand in Brüssel die erste Verhandlungsrunde über eine Vertiefung des Handelsabkommens der EU mit Mexiko statt. Aus Sicht des Maschinenbaus ist wichtig, dass Europa neue Märkte für die heimischen Unternehmen öffnet.

Kaum eine Industrie ist so sehr auf offene Märkte angewiesen wie der Maschinenbau. Deswegen unterstützt der VDMA das Bestreben der EU Kommission, durch Freihandelsabkommen weitere Wachstumsmärkte für Europa zu erschließen. Am 13. und 14. Juni fand in Brüssel die erste Verhandlungsrunde über eine Vertiefung des Abkommens mit Mexiko statt. Nach Einschätzung des VDMA könnte ein umfassendes Abkommen dem Maschinenbau und Europas Industrie insgesamt neue Chancen eröffnen. Wichtig ist aus Sicht des Verbands, dass die zumeist pauschale Kritik am Handelsabkommen TTIP nicht zu einer generellen Ablehnung von Freihandel in Europa führt.

„Die Freihandelsagenda der EU ist und bleibt richtig. Europas Unternehmen müssen Zugang zu den Wachstumsmärkten in Asien oder Amerika haben. Es wäre gefährlich, wenn nun jeder Versuch eines Handelsabkommens reflexartig schlechtgeredet wird“, sagt Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des VDMA. „Trotz des alten Freihandelsabkommens zwischen der EU und Mexiko wird der deutsche Maschinenhandel mit Mexiko vor allem durch abweichende technische Regularien und Zulassungsverfahren gebremst. Hier würden unsere Unternehmen von einer Modernisierung und einer engeren Zusammenarbeit profitieren. Umgekehrt könnte Mexiko leichter in moderne Technologien aus Europa investieren und seine Handelsbeziehungen ausweiten.“

Seit dem Jahr 2000 hat sich der Handel mit Mexiko im Maschinenbau bereits mehr als verdoppelt von 1,16 Milliarden Euro auf 2,61 Milliarden Euro (2015). Im Ranking der Exportmärkte befand sich Mexiko damit im vergangenen Jahr auf Platz 19 und lag somit hinter Indien (17.) und vor Saudi Arabien und Brasilien. Die Gespräche mit zwischen der EU und Mexiko sind Teil einer umfassenden Freihandelsstrategie der EU-Kommssion: Neben den Abkommen mit den USA (TTIP) und Kanada (CETA) laufen derzeit – in unterschiedlichen Stadien – auch Gespräche über Handelsverträge mit dem Mercosur, Indonesien, den Philippinen, Australien und Neuseeland sowie Japan.

 

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